Optimierung der Fotodateien für den Versand per E-Mail


Gründe für die Dateioptimierung
Allgemeine Vorgehensweise bei der Optimierung
Dateioptimierung mit PhotoImpact 12

 

Gründe für die Dateioptimierung

Wenn Du beabsichtigst, eine oder mehrere Fotodateien via Internet per E-Mail zu versenden, solltest Du diese vorher für den Versand optimieren. Je nachdem, welche Einstellungen Du an Deiner Kamera vorgenommen hast, entstehen sämtliche Fotos im Original in mehr oder weniger hoher Auflösung und beinhalten somit pro Fotodatei eine große Datenmenge. Ein einzelnes Foto erreicht auf diese Weise schnell einige MB Datenmenge - so würden bereits schlappe zehn Weihnachtsfotos an Opa genügen, um den E-Mailversand lahmzulegen.

Eine große Datenmenge im E-Mailanhang hat gleich mehrere Nachteile:

  • Zum einen ist der Versand bereits mit einem durchschnittlichen DSL-Anschluss mit leidiger Wartezeit verbunden. Wer jedoch mit Modem im Internet unterwegs ist, kann bei solchen Datenmengen während des Versendens erst einmal getrost den Wochenendeinkauf erledigen oder frustriert lieber gleich den Hörer wieder auflegen. Noch ärgerlicher ist das große Datenvolumen jedoch für den Empfänger der E-Mail. Erhält er die Foto-Mail ohne vorhergehende Ankündigung, wird er einen langen Download mit DSL vielleicht als etwas lästig, mit Modem jedoch als reine Zumutung empfinden. Manchem Empfänger bleibt dann nichts anderes übrig, als die Fotomail direkt auf dem Server des E-Mail-Providers zu löschen, damit er anschließend seine übrige Post abrufen kann, die vorher durch den Download der Fotomail blockiert wurde. Da kommt zu Recht Ärger auf.
  • Zum anderen beinhalten viele E-Mail-Postfächer eine Beschränkung der zulässigen Empfangs-Datenmenge. So kann es vorkommen, dass Du Deine Mail zwar versendest, sie aber vom Empfänger-Konto aufgrund der zu hohen Datenmenge abgewiesen wird. Damit wäre der gesamte Aufwand, die E-Mail zu erstellen und zu versenden, vergeblich gewesen.

 

Allgemeine Vorgehensweise bei der Optimierung

Um die Versand-Datenmenge zu reduzieren, müssen die Fotos also vorher dafür optimiert werden. Zu diesem Zweck bietet es sich an, folgendermaßen vorzugehen:

Zunächst erstellst Du einen Ordner, in dem Du von allen betreffenden Fotos eine Kopie ablegst, denn die Originale sollen natürlich unverändert erhalten bleiben.

Diese Kopien öffnest Du in Deinem Grafikprogramm und veränderst sie zunächst in der Größe, z. B. auf 400 Pixel Höhe. Wenn Du darauf achtest, dass Dein Programm das Seitenverhältnis der Fotos beibehält, errechnet es die entsprechende Breite automatisch. Durch diese Verkleinerung reduziert sich die Datenrate der Fotos bereits beträchtlich. Außerdem können die Fotos dann in jedem E-Mail-Client gut dargestellt werden, ohne dass der Betrachter erst endlos scrollen muss, um die sonst riesigen Bilder komplett betrachten zu können.

Anschließend speicherst Du die Fotos als komprimierte JPEG-Dateien unter demselben Dateinamen im selben (eigens erstellten) Ordner wieder ab. Dein Grafikprogramm wird Dir verschiedene Komprimierungsmethoden vorschlagen, wobei es genügt, wenn Du einen Qualitätswert von 90 wählst. Durch diesen Prozess werden Deine Fotos auf ein erheblich geringeres Datenvolumen heruntergerechnet. Sie lassen sich anschließend auf dem Monitor noch immer sehr gut betrachten, sind aber für eine weitere Verarbeitung (z. B. einen hochwertigen Ausdruck oder das Erstellen diverser Formate) nicht mehr geeignet. Sofern der Empfänger Deiner Fotos diese nicht nur betrachten, sondern auch ausdrucken soll, würde ich es bei einer Größenänderung belassen und von der Dateikomprimierung absehen.

 

Für die Dateioptimierung mit dem verbreiteten PhotoImpact 12 hier alle Handgriffe:
  • Datei öffnen
  • In der oberen Menüleiste: Einstellen/Größe ändern, ein neues Fenster öffnet sich
  • Höhe des neuen Bildes: 400 Pixel, Häkchen bei "Seitenverhältnis beibehalten" setzen, OK
  • In der oberen Menüleiste: Datei/Speichern unter, ein neues Fenster öffnet sich
  • Denselben Dateinamen des Fotos markieren, Dateityp: JPEG (Dateiaustauschformat) wählen, Häkchen bei "Dialogfeld Optionen aufrufen" setzen, Speichern, ein neues Fenster öffnet sich
  • Voreinstellung: JPEG Q90 progressiv wählen, Subsampling: YUV411, Vignette: Keine, Dateityp: Echtfarben
  • OK

 

So verfährst Du mit allen zu versendenden Fotos, bevor Du sie an die E-Mail anhängst. Du erzielst eine Mail mit vielen Fotos und geringer Datenrate.

 

top