Datei-Namenskonvention
Viele Fotos auf dem Rechner...
Hast Du Deine Fotodateien vom Speicherchip auf den Computer übertragen, geht es sofort los: die vielen Dateien wollen gesichtet und abgelegt werden. Dabei wird auf die Dauer gewinnen, wer sich einer durchdachten und auf die persönlichen Belange zugeschnittenen Verzeichnisstruktur bedient. Ich rate Dir davon ab, Deinen Fotos Dateinamen wie "Oma_vorm_Baum.jpg", "Vater_vorm_Baum.jpg", "Oma_und_Vater_vorm_Baum.jpg" oder so ähnlich zu geben. Damit läufst Du Gefahr, innerhalb kürzester Zeit frustriert die Übersicht zu verlieren. Sinnvoller ist es, Ordner nach Themen zu erstellen und Dateinamen zu vergeben, die die sofortige Zuordnung einer einzelnen Fotodatei ermöglichen. Befindet sich beispielsweise irgendwo eine einzelne Bilddatei auf Deinem Rechner, sollte der Dateiname Dir Auskunft darüber geben, wo die Datei ursprünglich hingehört.
Ein gutes Beispiel für eine "sprechende" Verzeichnisstruktur wäre meines Erachtens diese:
Themenordner: Pflanzen (das wäre der übergeordnete Hauptordner zum Thema).
Unterordner: 2008 (damit sind alle Fotodateien jahresweise gepackt)
Unterordner: 2008-07_01 (Juli 2008, Teil 1)
Unterordner: 2008-07_02 (Juli 2008, Teil 2)
Unterordner: 2008-08_01 (...)
Der Bezeichnung des Unterordners kannst Du entnehmen, in welchem Jahr und Monat die darin enthaltenen Fotos entstanden sind. Praktikabel ist es dabei, im Hauptordner mehrere Unterordner einzurichten, die jeweils nur diejenige Gesamtdatenmenge enthalten, welche sich gut in Dein persönliches Datensicherungssystem einfügen lässt. Daraus resultiert unter Umständen die Aufteilung in mehrere Teile (im Beispiel Juli, Teile 1 und 2).
Dateiname: pfl_2008-07_02_117.jpg
Diesem Dateinamen kann man auf einen Blick entnehmen, dass es sich um ein Pflanzenfoto aus Juli 2008 handelt, das sich zum Hauptthema Pflanzen im Unterordner Juli_02 befindet und dort das Bild Nr. 117 darstellt. Die kurze Buchstabenkombination zu Beginn verhindert, dass derselbe Dateiname ein weiteres Mal Verwendung finden könnte. So hätte das Bild Nr. 117 im Unterordner 02 zum Thema Himmel stattdessen den Dateinamen him_2008-07_02_117.jpg und könnte somit ebenfalls gleich zugeordnet werden. Die Buchstabenkürzel sollten stets aus derselben Buchstabenanzahl bestehen, weil Du damit eine saubere Darstellung im Dateiexplorer erzielst.
Bildverwaltungsprogramme und Datei-Explorer bieten die Möglichkeit, sämtliche Fotos als Thumbnails in einer Vorschau darstellen zu lassen. Dort siehst Du auf einen Blick, um welches Motiv genau es sich bei der jeweiligen Datei handelt. Das Motiv muss somit nicht auch in der Dateibezeichnung inhaltlich beschrieben werden. Dass Oma vor dem Baum steht, siehst Du in der Vorschau. Dafür kannst Du durch den Dateinamen auf einen Blick Thema und Zeitpunkt zuordnen. Zwar sind Zeit und Datum auch als Exif-Datei in jeder Bilddatei enthalten, aber die wird Dir nicht schon bei einem Blick auf den Dateinamen angezeigt, Du müsstest sie Dir pro Foto erst extra aufrufen.
Eine durchdachte Verzeichnisstruktur lohnt sich und ermöglicht es Dir, auch langfristig Fotos schnell wiederzufinden.
Gute Grafikprogramme bieten zudem die Möglichkeit, Fotos mit Suchbegriffen (Tags) zu versehen. Auf einen Klick findest Du alle Fotos von Oma oder alle Löwenzahnfotos in Deiner Sammlung. Verlässt man sich jedoch ausschließlich auf diese Funktion, macht man sich von dem betreffenden Programm abhängig. Im Extremfall befinden sich alle Fotos in einem einzigen Ordner und lassen sich aufgrund der sorgfältig vergebenen Tags jederzeit gut finden. Ohne das Bildbearbeitungsprogramm findet man dann allerdings kaum ein Foto auf Anhieb wieder. Wenn Du die Datenbank mit einer logisch aufgebauten Verzeichnisstruktur kombinierst, bleibst Du unabhängig und kannst notfalls auch ohne Datenbank zurecht kommen.
