Polarisationsfilter
Wie ist die Wirkungsweise eines Polarisationsfilters?
Licht in freier Natur oder von den meisten künstlichen Lichtquellen besteht aus Wellen, die in allen möglichen Ebenen schwingen - es ist "unpolarisiert". Ein Polfilter ist in der Lage, diejenigen Wellen herauszufiltern, die nicht in einer bestimmten Ebene schwingen. Nach der Filterung treten nur noch Lichtwellen aus, die sämtlich in der gleichen Ebene schwingen - das Licht ist nun "linear polarisiert", alle übrigen Wellen werden vom Polfilter abgeschwächt oder komplett ausgeblendet. Je nachdem, in welche Stellung man den Polfilter dreht, lässt sich seine Wirkung beeinflussen: Reflexionen auf glatten Oberflächen (Wasser, Glas, Blätter...) werden vermindert oder verschwinden sogar gänzlich. Optimal wirkt ein Polfilter, wenn ein Bild in 90 ° zur Sonne aufgenommen wird.
Wann verwendet man einen Polfilter?
Polarisationsfilter sind nützliche Filter im Bereich der Fotografie, deren Hauptanwendung im Herausfiltern von unerwünschten Reflexionen besteht. Anders als bei vielen anderen Filtern kann man die Effekte des Polfilters nicht nachträglich durch Manipulation in der digitalen Bildbearbeitung nachholen. Reflexionen können sich in einer Aufnahme störend durch ihre Helligkeit oder die Veränderung von Farben auswirken. Durch den Einsatz eines Polfilters lässt sich die ursprüngliche Farbe eines Objektes besser darstellen, eine Fotografie durch Glas besser bewerkstelligen oder ein Blick ins Wasser bis auf den Grund ermöglichen. Nahezu unverzichtbar ist ein Polfilter im Bereich der Naturfotografie. Durch das Herausfiltern der Reflexionen (oft bläuliche Reflexionen des Himmels) erscheinen Naturfarben auf dem Foto satter - Blattgrün, Herbstfarben, Früchte, Erdboden, Steine... kommen besser zur Geltung. Blauer Himmel lässt sich dunkler darstellen, weiße Wolken zeichnen sich deutlicher ab.
| Aufnahmen ohne Polarisationsfilter: | Aufnahmen mit Polarisationsfilter: | |
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Wann verwendet man keinen Polarisationsfilter?
Ist eine Reflexion wichtiger Bestandteil eines Bildes, sollte man sie natürlich nicht herausfiltern. Wenn Tautropfen auf einem Blatt glitzernd zur Geltung kommen sollen oder die Sonne sich auf der glänzenden Haube eines polierten Sportwagens spiegeln soll, ist die Anwendung eines Polfilters nicht angezeigt.
Lineare und zirkulare Polarisationsfilter
Bei linearen Polarisationsfiltern schwingt das gesamte aus dem Filter austretende Licht in einer vom Polfilter vorgegebenen Ebene, es ist linear polarisiert.
Bei zirkularen Polarisationsfiltern wird das zunächst linear polarisierte Licht anschließend durch eine "Verzögerungsplatte" in Rotation versetzt und somit in zirkular polarisiertes Licht umgewandelt.
Bei modernen analogen und digitalen Spiegelreflexkameras müssen lineare Polarisationsfilter mit nachfolgender Zirkularpolarisation verwendet werden, da linear polarisiertes Licht in einigen Bauelementen dieser Kameras (z. B. Autofokus und Innen-Belichtungsmessung) zu falschen Messergebnissen führen kann, zudem kann es zu Fehlfunktionen des Autofokus kommen.
An dieser Stelle herzlichen Dank an den sympathischen, professionellen Naturfotografen Duncan Usher (take a look at his wonderful wildlife photographs: www.duncanusherphotography.com), der mir während unseres Gespräches versichert hat, dass es sich lohnt, einen Polfilter zu verwenden! :-)






